Kulinarisches


Essen und trinken: Ostfriesische Köstlichkeiten in Norden-Norddeich

 

Tee
Ostfriesland besitzt eine ganz eigene und tiefverwurzelte Teekultur. Hier wird bis zu 12 mal mehr Tee getrunken, als im restlichen Teil Deutschlands. Die Ostfriesen trinken ihren kräftigen, schwarzen Ostfriesentee allerdings nicht nur – sie zelebrieren ihn:
Nachdem der Tee fachgerecht aufgebrüht wurde, wird zunächst ein Kluntje (Kandis-Zucker) in die Tasse gelegt. Beim Eingießen des heißen Tees entsteht ein typisches Knistern. Danach wird vorsichtig mit einem Sahnelöffel Sahne dazugegeben, die als „Wulkje“ („Wölkchen“) im Tee emporsteigen. Bevor getrunken wird, wird jedoch nicht umgerührt. So kommen die 3 Phasen dieser Zeremonie am besten zur Geltung: Zuerst schmeckt man die milde Sahne, danach den herben Tee und anschließend die Süße des Kluntjes.
Probieren Sie sich mit Ihrer Reisegruppe doch einfach mal an diesem typisch ostfriesischen Ritual, zum Beispiel im neugestalteten Ostfriesischen Teemuseum Norden. Dort erfahren und entdecken Sie die weltumspannende Geschichte des Tees.

 

Doornkaat
1806 gründete Jan ten Doornkaat Koolman die Firma „Doornkaat“ in Norden. Der dreifachgebrannte Korn wurde zu einer der bekanntesten Kornmarken in Deutschland. Anfang der 1990er wurde die Firma jedoch von der Berentzen-Gruppe aufgekauft.
Schon bald darauf wurde in Norden nicht mehr produziert. Das Kultgetränk kann man jedoch noch unter dem Namen „Doornkaat“ kaufen und hat mindestens einen berühmten Fan: Comedy-Figur Horst Schlemmer. Ausstellungsstücke und Anekdoten dazu sind im Ostfriesischen Teemuseum zu finden.

 

Grünkohl
Traditionell beginnt die Grünkohlzeit in Ostfriesland nach dem ersten Frost. Denn danach entfaltet der Grünkohl die volle Geschmacks- und Vitaminvielfalt. Pinkel (Mettwürstchen), Speck oder Kassler werden dazu serviert. Besonders im Winter veranstalten Restaurants das weit über Ostfrieslands Grenzen hinaus bekannte „Grünkohlessen“. Clubs und Grüppchen nehmen dieses gerne in Anspruch. Als Beilage findet die Salzkartoffel neben der Bratkartoffel besondere Beliebtheit. Die Krönung erhält das ostfriesische Nationalgericht durch Grieben (krossgebratenem Schweinespeck). Nach dem Essen wird dann meist ein „Absacker“ in Form eines klaren Schnapses (Korn) gereicht.
Bevor das leckere Wintergemüse genossen wird, werden oft ostfriesischen Sportarten wie „Boßeln“ oder „Struckbessen smieten“ ausgeübt. Das perfekte Highlight für eine Gruppenreise in der Zeit zwischen November und Februar.

 

Snirtjebraa
Als es in Ostfriesland noch keine Kühlmöglichkeiten gab, gab es während der Sommerzeit auch kein frisches Fleisch.
Im Spätherbst wurde dann das erste Schwein geschlachtet und verarbeitet. Man briet die Fleischstückchen mit Zwiebeln, Fett und Haut.
Snirtjebraa nennt man dieses erste Fleisch im Herbst. Dazu werden meist Rotkohl und Kartoffeln gereicht.

 

Updrögt Bohnen
Nach der Ernte werden reife Bohnen auf ein Band („Bohntjeband“) gefädelt und zum Trocknen auf den Dachboden oder in die Küche gehängt.
Nach mehreren Wochen sind sie trocken und können z.B. in einem Leinenbeutel aufbewahrt werden. Vor der Zubereitung werden sie in kleine Stücke geschnitten und über Nacht in Wasser eingeweicht. Gekocht werden sie dann zusammen mit Speck, Kartoffeln und Würstchen. Vor dem Servieren wird alles durchgestampft und mit Salz, Pfeffer und Essig abgeschmeckt. Auch in Norden können Gruppen dieses „Ostfriesische Nationalgericht“ probieren.

 

Klütje
oder auch Mehlpütt genannt, ist ein Hefekloß, der traditionell in ein Tuch gewickelt über Wasserdampf gegart wird. Er wird noch warm in Scheiben geschnitten und zusammen mit Vanillesoße und eingelegten Birnen, Kompott oder heißen Kirschen serviert. Kalt kann der Klütje auch mit Butter und Zucker oder Marmelade zum Frühstück oder zum Tee am Nachmittag gegessen werden. Klütje wird auch in Norder und Norddeicher Restaurants oder Cafés angeboten.


cc
Bohntjesopp

Sind in Weißwein aufgekochte Rosinen, die mit Ostfriesischem Brandwein aufgefüllt werden. Zum Süßen wird Kluntje (Kandis-Zucker) verwendet. Gereicht werden diese zum Beispiel bei der „Puppvisit“ (Besuch nach Geburt eines Kindes). Damit die Rosinen gut durchgezogen sind, wird die Bohntjesopp schon Wochen vorher angesetzt. Erhältlich ist diese ostfriesische Spezialität in vielen Souvenirläden und Supermärkten.

 

Fisch und Meeresfrüchte
Durch die Nähe zum Meer sind natürlich Nordseefisch und -Krabben sowie Miesmuscheln von besonderer Bedeutung.
Ob ein Krabbenbrötchen zum Mitnehmen oder Maischolle im Restaurant, hier haben Sie die Wahl!

 

 

 

 

Kurverwaltung Norddeich
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Von Wind und Wetter geformt und mit Fisch und Freund auf Du und Du, zieht "Hinnerk, de Fiskerman" tagtäglich seine Kreise durch Norden-Norddeich.